Freiheit statt Angst | Rückblick
Geschrieben von: lars

Hier ein kleiner Rückblick auf die Freiheit statt Angst Demonstration in Berlin.
(Mehr zum Thema gibt es fast überall zu lesen)
Anreise
Immerhin mit zwei Bloglesern habe ich mich auf nach Berlin gemacht. Wir haben uns für die günstigste aller Varianten entschieden und haben uns für 35 Euro ein Schönes-Wochenende-Ticket gekauft.
(Das gilt an einem Samstag oder Sonntag für 5 Personen in ganz Deutschland und Polen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, allerdings nur in der 2. Klasse im Nahverkehr).
Wegen dieses Tickets waren wir auf Regionalbahnen oder -Expresse angewiesen und unsere Fahrt nach Berlin hat dann fast neun Stunden gedauert (von Essen Hbf bis Berlin Hbf) (wir sind in Essen schon um 4 Uhr morgens losgefahren). Während der Zugfahrt haben wir schon viele Leute getroffen deren Ziel das gleiche war wie unseres und wir hatten schon ein gutes Gefühl, dass zusätzlich zu den vielen Bussen anscheinend auch noch einige wie wir mit dem Zug anreisten.
Demo
In Berlin am Alexanderplatz angekommen schien es uns eine Stunde vor offiziellem Begin der Demo erst etwas leer zu sein, gegen 14 Uhr hatten wir allerdings dann auch das Gefühl die Teilnehmerzahl des Vorjahres deutlich übertroffen zu haben.
Die Demo selbst war so bunt wie man sich das nur vorstellen kann, jeder hatte sich etwas kreatives ausgedacht und so wirkte die Demo mit den vielen Wagen ein wenig wie die Loveparade (nur hatte jeder eben noch Transparente dabei und es wurden Sprechchöre geschmettert). Die Stimmung war ausgelassen und das Wetter passenderweise wolkenlos.
Der Demozug ging vom Alexanderplatz über einen recht großen Umweg zum Brandenburger Tor wo dann die Abschlusskundgebung statt fand.
von folgenden Leuten wurden Reden gehalten:(aufklappen) ▼
Besonders gut waren die Reden von Anne Roth (zu ihrem Fall habe ich schon mal auf einen taz Artikel hingewiesen), Kai-Uwe Steffens, Ralf Bendrath, und vor allem die Rede von Monty Cantsin(Er ging super auf die letzten neuen Überwachungsgesetze ein).
Damit man sich ein wenig das Feeling vorstellen kann:
Resumé
Ich würde die Demo selbst als riesen Erfolg bezeichnen. Leider hat die Polizei zuerst die Zahl 15.000 Teilnehmer veröffentlicht, was wirklich mehr als eine Untertreibung war. Diese Zahl ging dann leider durch alle Medien auch wenn die Polizei sie später auf 50.000 (!!) korrigierte. (Die Veranstalter sprachen zu Beginn der Demo von 50.000 und bei der Abschlusskundgebung von 100.000 Teilnehmern)
Das Medienecho war in sofern mal wieder enttäuschend, in den Mainstreammedien in denen die Demo erwähnt wurde (zB: Tagesschau), beschränkten sich die Meldungen auf kurze Beiträge, die auch unter dem Motto “Weiteres” oder unter “ferner liefen” hätte stehen können.
Weiteres
Am Abend waren wir dann noch auf zwei “Lange Nacht der Überwachung“-Veranstaltungen um nach dem ganzen Streß noch etwas zu feiern
Am Sonntag ging es dann wieder mit der deutschen Bahn zurück und schon nach entspannten 7 1/2 Stunden Skatspielen waren wir wieder am Ausgangspunkt der Reise.
ps: leider hatte ich keine eigene Kamera dabei, vermutlich nächste Woche werde ich mir dann aber eine kaufen. Das Foto oben ist von Nikolas Becker und steht unter der cc-by-sa Lizenz.
Richtig gute Schwarzweißbilder gibt es bei besidethestreet von Gustav Pursche und stehen unter der cc-by-nc-nd Lizenz. Ein Beispiel:

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Eine Antwort zu “Freiheit statt Angst | Rückblick”
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13. Oktober 2008 um 20:21
Ja gut zusammenfassung der Demo.
.
War aufjedenfall ein voller Erfolg (geniale Demo, gute Redner, coole Partys, ich kann jetzt Skat und war zum ersten mal in unserer schönen Hauptstadt
Ich bin froh das ich durch diese Blog 2 Leute zum mitfahren gefunden hab:).
Mfg
Matthias