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politics, style & more

Freiheit statt Angst 2009

Geschrieben von: lars

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Da ich wie man sicherlich gemerkt hat im Moment keine Zeit zum bloggen hab, habe ich es auch nicht geschafft zur Freiheit statt Angst Demo nach Berlin zu fahren.
Ich verfolge die Demo im Livestream und beim Taz-Newsticker
Außerdem ist eine Twitter-Suche meist noch ganz interessant.
Falls jemand mal reinschauen will:

Ich werde eventuell hier mal ein paar Infos zur Demo veröffentlichen.
Newsticker
Die Demo ist endlich los gezogen. Die Piratenpartei scheint wohl das allgemeine Farbbild zu bestimmen: Bild1 Bild2 Bild3
Die Taz bringt mal wieder die wichtigsten Infos ;) :

15.30 Uhr
Der CCC hat sich dazu bekannt, erfolgreich das Wetter gehackt zu haben. Sonne pur ist das Ergebnis.

sieht echt gut aus:
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Aber laut der Newsmeldungen die ich so lese zwischendurch, sind es wohl nur wenige tausend Demonstranten. Auch wenn der offizielle AKvorrat Twitter Account von 20.000 Menschen schreibt.

SIGINT 2009

Geschrieben von: lars

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Ich war am Samstag den 23.5.2009 in Köln auf der SIGINT, eine Konferenz zu den Diskursen im digitalen Zeitalter, veranstaltet vom Chaos Computer Club e.V. im KOMED in Köln, Deutschland.
Eines Vorweg: So leer wie es auf meinen Bildern aussieht war es natürlich nicht. Aber da dort (fast) jeder auf seine Recht pocht keine Bilder von sich ohne Genehmigung zu veröffentlichen, ist es natürlich nicht möglich Bilder von Menschenmassen zu machen. Ich habe also versucht auf meinen Bildern so wenige Menschen wie möglich drauf zu haben (Das funktioniert am besten morgens um 10 Uhr ;) ). Die Bilder unterliegen wie alles hier der cc-by-nc-sa Lizenz, für sehr viele Medien gebe ich sie aber auch als cc-by raus (auf Anfrage).

Der KOMED Gebäudekomplex ist wirklich ein sehr edler Veranstaltungsort und war (gerüchteweise) wohl unsagbar teuer:

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Ich hab einige sehr interessante Vorträge gesehen: Der Samstag stand unter dem Motto: Bugs, Pranks, and Insecurities – Freiräume, kreativen Normverletzung, und Hacktivismus.
Die Keynotes des Tages waren dem Thema entsprechend sehr unterhaltsam:

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Der zweite Vortrag den ich gehört habe war von Volker Gaßner von Greenpeace:
“Volker Gaßner, 39, Diplombiologe und Bankkaufmann ist seit dem Jahr 2000 bei Greenpeace als Campaigner und Projektleiter tätig. Er hat 2007 eine Internetstrategie für Greenpeace Deutschland entwickelt, die 2008 umgesetzt werden soll. Seit Januar leitet Volker Gaßner den Bereich Presse / PR / NewMedia.”
Thema war: Greenpeace Campaigning 2.0 – Aktionen auf der Straße und im Web.

Er stellte die Strategie von Greenpeace im Umgang mit neuen Medien vor. Vor allem auf die bald startende neue Community GreenAction.de ging er ein. Auf ihrem Blog und bei Twitter bekommt man die neusten Infos rund um GreenAction mit.
Er klärte über die Vor- und Nachteile der Berichte “von unten” auf und mit welchen Schwierigkeiten er selbst in einer scheinbar so dynamischen NGO hatte.

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Der dritte Vortrag war “DDos gegen das Grundgesetz” – Die Gesetzesvorhaben in Sachen Sicherheit…
“Gesetze zur Verbesserung der Sicherheitslage werden wöchentlich vorgeschlagen oder diskutiert. Werden dabei die Grundrechte hinreichend beachtet?”
Gehalten wurde der Vortrag von RA Dominik Boecker.

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Als nächster Vortrag war Wikileaks dran zum Thema:
Antizensur in Hochzeiten politischen Opportunismus und Kontrollwahns
Ein hochinteressanter Beitrag, der mir die Arbeit von Wikileaks erst mal näher gebracht hat. Ich kann nur jedem raten sich mal darüber zu informieren, denn auf die werden wir leider noch angewiesen sein. Gute Informationen zu Wikileaks bekommt man bei der englischen Wikipedia dort besonders interessant die beachtenswerten Leaks wo es zB: Informationen zu Leaks der Guantanamo Protokolle, Scientology Aufzeichnungen, Bilderberg Mitgliederlisten und vielem mehr gibt.

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Der nächste Vortrag den ich mir angehört habe war von Nick Farr:
Dancing: Direct Action in Disguise – New Strategies for Street Protest
Im Prinzip ging es um die Macht der Bilder und wie man es schafft bei einer Demo positive Eye-Catcher zu erzeugen und wie man diese dann an die Presse bringt.

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Medienpartner der SIGINT war unter anderen die Tageszeitung (taz):

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Die Taz hat übrigens im Moment einen richtig geilen Aufmacher:

tazde
Kinderpornos löschen statt sperren. – Markus Beckedahl über Internetzensur.

Einen längeren Beitrag hat auch das Deutschlandradio Kultur zur SIGINT im der Sendung Breitband:

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Hier kann man sich die Sendung u.a. mit Markus Beckedahl und Volker Gaßner anhören.

Während der Sendung hat Jonathan Mann einen Song zur Internetzensur gesungen. (Jonathan Mann schreibt jeden Tag einen Song, mehr dazu auf seiner Homepage. Dort hat er übrigens auch eine andere Version dieses Song und den kompletten (sehr guten) Songtext)

[youtube eZB4pcnqK7k ZensurSong]

Zwischendurch war ich auf der Domplatte in Köln und habe beim Flashmob Grundgesetz lesen mitgemacht. Initiiert war das ganze von MOGIS (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren).

Vom Grundgesetz geblendet

Vom Grundgesetz geblendet


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[youtube w6Ir0_A6GtE Flashmob]

Es war leider sehr schwierig im GG zu lesen und zu filmen, verzeit deswegen die schlechte Qualität.

Lustiger weise habe ich vor dem Kölner Hauptbahnhof noch einen Haufen junger Greenpeaceaktivisten getroffen:

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Es folgen ein paar Bilder der Stände dem Hackcenter und Impressionen der Veranstaltung:

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dsc_0739dsc_0676dsc_0652Der AK Vorrats Standdsc_0656dsc_0653

kleiner Zensurrundumschlag

Geschrieben von: lars

Zapp zur der aktuellen Lage:
[youtube evXQwqIBd04 Zensurprotest]
[via]

Die Zeit nimmt mal die “repräsentativen” Umfragen auseinander:
(Es gab eine Umfrage von Infratest dimap, die Aussagte 90% der deutschen wären für eine Internetsperre, daraufhin hat MOGIS (Missbrauchs Opfer Gegen Internet Sperren) eine Umfragein Auftrag gegeben, bei der Infratest dimap genau das Gegenteil herausbekam)
Mehr als 90 Prozent gegen Sperrungen im Internet
[via]

George Orwell hat sich um 25 Jahre vertan – So seltsam es sich anhört, 1984 könnte 2015 sein. Deswegen muss man etwas dagegen tun:

Online Petition gegen Internetzensur
(Wenn die 100.000 erreicht sind wird garantiert wieder viel darüber zu lesen sein.)

Und wo wir gerade bei Polizeistaat sind:
Berliner Polizei löst Treffen in Cafe auf, weil nicht als Versammlung angemeldet.

So offenbar geschehen am Freitag in Kreuzberg: 17 Studierende aus Berlin und Spanien trafen sich nach Angaben des AStA der FU abends im Café Simitdchi in der Adalbertstraße, um mit Journalisten über die im Juni geplanten Bildungsstreiks zu sprechen. Zu den Pressevertretern zählte Björn Kietzmann von der Jungen Welt. Er berichtet, dass die Gruppe draußen gesessen und auf einen letzten Teilnehmer gewartet habe, als plötzlich ein Dutzend behelmter Polizisten die Tische umstellte. Die etwa 100 Beamten hätten verboten zu telefonieren und zu fotografieren. “Alle Anwesenden wurden einzeln abgeführt und in den Fahrzeugen durchsucht.” Auch ihre Personalien seien aufgenommen worden.

[via]

Wahlkampf mal anders. Schöne neue Wahlplakate:

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