Studiengebühren halten vom Studieren ab

lecture-hall
(Bild von Flickr-User nayukim, thx!)

Was im Prinzip jeder wusste ist jetzt wohl empirisch belegt worden, denn Tagesschau.de schreibt:

Schrecken Studiengebühren ab?[…]
Eine Untersuchung, wonach Tausende Menschen durch Gebühren vom Studium abgehalten werden, sorgt für Ärger in der Koalition – vor allem, weil Bundesbildungsministerin Annette Schavan sie unter Verschluss hält.

Tja, was soll man dazu sagen außer, wow da war wieder Captain Obvious am Werk -.-

Studiengebühren

Während hier an der Uni (Duisburg-Essen) auf jeden neuem Buch, an jeder dritten Veranstaltung und auf jedem neuem PC steht: „Finanziert durch Studiengebühren“, steht mittlerweile bei Tagesschau.de, dass die Studiengebühren in Deutschland schon im Einführungsjahr 2006 mindestens 19.000 Menschen vom Studieren abgehalten haben. 19.000 Studenten weniger und dass obwohl es 63.000 mehr Studienberechtigte gab.
Ein Skandal sollte man meinen, doch wenn man Ulla Burchardt von der SPD glauben darf dann hat die CDU diese Studie bewusst unter Verschluss gehalten womit dann in meinen Augen der Skandal perfekt ist.

In Zeiten in denen die Politik mal eben 480.000.000.000 € an Sicherheiten raushaut (bin ja mal gespannt wie alles den Bach runtergeht, wenn die Banken dann wirklich ein Viertel davon benötigen) und im gleichen Jahr etliche Milliarden Soforthilfe schon ausgegeben haben, in diesem Jahr wird die BRD max 10 Milliarden € für die Bildung ausgeben (ca. 5% des BIP) und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder.

Mein persönliches Highlight war dann das ausgerechnet eine Beraterfirma (McKinsey) der Regierung geraten hat doch bitte in den nächsten 12 Jahren auch 500 Milliarden für die Bildung zu investieren.

„Der Unterschied zwischen der Finanzkrise und der Bildungskrise ist nur, dass die eine plötzlich über uns hereinbricht, die andere aber schleichend voranschreitet“

Das Bild oben ist vom ASTA Oldenburg