Kurz bemerkt
Geschrieben von: lars
Die Tagesschau twittert, wtf? Irgendwie geht mir Web 2.0 zu schnell.
(Wikipedia zu Twitter)
Unser NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke ist seinen Führerschein los, wegen Rasens (109 Km/h innerorts !) (via)
Die De-Mail soll kommen: Bei Ravenhorst steht schön zusammengefasst, warum das Bullshit ist.
(Wikipedia zu De-Mail)
Musste heute für meinen Reisepass zwei Fingerabdrücke abgeben (die unverschlüsselt weitergeleitet werden, und nachher netterweise über den RFID-Chip jederzeit ausgelesen werden können), könnte kotzen und bereue mir doch keinen nichtelektronischen Reisepass auf Vorrat gemacht zu haben.
(Wikipedia zur Datenschutzproblematik des E-Passes, Wikipedia zu RFID, Feo BuD zu RFID)
Der Chef der gefährlichen Sauerland-Gruppe1 war von der CIA.
Das kommt zu den alten Erkenntnissen (ich zitiere Wikipedia: )
Der usbekische Überläufer Ikrom Yakubov erklärte im ARD-Magazin Monitor vom 25. September 2008: “Die Islamische Jihad Union ist vom usbekischen Geheimdienst ins Leben gerufen worden.” Im entsprechenden Bericht heißt es: “Mit Terroranschlägen wie in Taschkent habe der usbekische Diktator Karimov sein hartes Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung dem Westen gegenüber rechtfertigen und sich als wichtigen Partner in der Anti-Terror-Koalition empfehlen wollen. Mehrfach habe man deshalb Terror-Organisationen selbst gegründet.”
Außerdem berichtete der Spiegel am 6. September 2008 zu einem möglichen Geheimdiensthintergrund der Gruppierung: “Die Terrororganisation IJU ist nach SPIEGEL-Informationen schon früh von Geheimdiensten und der Polizei unterwandert worden. So fand die Lieferung von 26 militärischen Zündern an die sogenannte Sauerland-Gruppe um Fritz Gelowicz im August 2007 unter den Augen der CIA und eines türkischen Geheimdienstes statt.”
- Ihr wisst schon die Terroristen, die einen Anschlag planten leider aber keine Chemikalien hatten, weil die vorher ausgetauscht wurden und die außerhalb der Bildzeitung eigentlich Islamische Dschihad-Union heißen [↩]
freies W-LAN
Geschrieben von: lars

1
Ich hatte heute an der Universität eine Begegnung einer etwas anderen Art.
Während die einen darüber Diskutieren welche Verschlüsselungsart bei W-LAN noch sicher ist (glaubt man den aktuellen Meldungen ist es nur noch WPA2 ), scheinen andere jegliche Verschlüsselung ihres Funknetzes für überflüssig zu halten.
Weil das Standard Uni-Netz (das natürlich auch eine sichere VPN-Verbindung erlaubt) sich an dieser Stelle als sehr schwach herausstellte, haben sich Kommilitonen von mir in ein anderes nicht verschlüsseltes W-LAN eingeloggt, um wieder Zugang zum Internet zu haben.
Außer meinen Kommilitonen befanden sich noch zwei andere PCs im Netzwerk, weswegen sie mal nachgeschaut haben was die denn für Dateien im Netzwerk freigegeben haben.
Es stellte sich heraus, dass auf dem einem Computer sowohl persönliche Fotos und Videos (von Urlaubsfotos über eine riesige Filmsammlung bis hin zu eigenen Pornos) als auch Kontoauszüge der letzten beiden Jahre zu finden waren. Bei dem anderen PC sah es nicht besser aus.
Ganz ehrlich mir fehlten die Worte, wer so fahrlässig mit seinen Daten umgeht, und jeden im Umkreis von 200 Meter mit einem Computer dazu einlädt sich seine Kontodaten anzuschauen, der ist entweder unglaublich unwissend oder extrem [hier könnte ein hässliches Wort deiner Wahl stehen].
Also hiermit ein Aufruf an alle: Verschlüsselt euer W-LAN mit WPA2, ändert bitte das Standardpasswort eures Routers in ein neues sicheres Passwort. (Und am besten: nutzt Linux)
Hier gibt es eine kleine Anleitung zum sicheren W-LAN
- Das Bild ist von Flickr-User Nokolas Nova [↩]
kommentierte Links (2)
Geschrieben von: lars
Zum Bundeswehreinsatz in Deutschland hat Burkhard Hirsch, Bundestagsvizepräsident a. D. bei “dieGesellschafter” etwas sehr ordentliches geschrieben:
Zum Glück ist ja die SPD doch noch umgeschwenkt und bei Spiegel Online steht mittlerweile “Bundeswehr-Einsatz im Innern steht vor dem Aus”
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Der Tageszeitung (Taz) hat Wolfgang Schäuble ein absolutes Skandal-Interview gegeben. Die genialsten Kommentare dazu hat meiner Meinung nach fefe gebracht. Ein Auszug:
Das ganze Interview ist wirklich sehr sehr lesenswert. Da fällt mir ein toller Spruch von der Demo ein:
“Für die Freiheit
für das Leben
Schäuble aus dem Amt entheben.”
Freiheit statt Angst | Rückblick
Geschrieben von: lars

Hier ein kleiner Rückblick auf die Freiheit statt Angst Demonstration in Berlin.
(Mehr zum Thema gibt es fast überall zu lesen)
Anreise
Immerhin mit zwei Bloglesern habe ich mich auf nach Berlin gemacht. Wir haben uns für die günstigste aller Varianten entschieden und haben uns für 35 Euro ein Schönes-Wochenende-Ticket gekauft.
(Das gilt an einem Samstag oder Sonntag für 5 Personen in ganz Deutschland und Polen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, allerdings nur in der 2. Klasse im Nahverkehr).
Wegen dieses Tickets waren wir auf Regionalbahnen oder -Expresse angewiesen und unsere Fahrt nach Berlin hat dann fast neun Stunden gedauert (von Essen Hbf bis Berlin Hbf) (wir sind in Essen schon um 4 Uhr morgens losgefahren). Während der Zugfahrt haben wir schon viele Leute getroffen deren Ziel das gleiche war wie unseres und wir hatten schon ein gutes Gefühl, dass zusätzlich zu den vielen Bussen anscheinend auch noch einige wie wir mit dem Zug anreisten.
Demo
In Berlin am Alexanderplatz angekommen schien es uns eine Stunde vor offiziellem Begin der Demo erst etwas leer zu sein, gegen 14 Uhr hatten wir allerdings dann auch das Gefühl die Teilnehmerzahl des Vorjahres deutlich übertroffen zu haben.
Die Demo selbst war so bunt wie man sich das nur vorstellen kann, jeder hatte sich etwas kreatives ausgedacht und so wirkte die Demo mit den vielen Wagen ein wenig wie die Loveparade (nur hatte jeder eben noch Transparente dabei und es wurden Sprechchöre geschmettert). Die Stimmung war ausgelassen und das Wetter passenderweise wolkenlos.
Der Demozug ging vom Alexanderplatz über einen recht großen Umweg zum Brandenburger Tor wo dann die Abschlusskundgebung statt fand.
von folgenden Leuten wurden Reden gehalten:(aufklappen) ▼
Besonders gut waren die Reden von Anne Roth (zu ihrem Fall habe ich schon mal auf einen taz Artikel hingewiesen), Kai-Uwe Steffens, Ralf Bendrath, und vor allem die Rede von Monty Cantsin(Er ging super auf die letzten neuen Überwachungsgesetze ein).
Damit man sich ein wenig das Feeling vorstellen kann:
Resumé
Ich würde die Demo selbst als riesen Erfolg bezeichnen. Leider hat die Polizei zuerst die Zahl 15.000 Teilnehmer veröffentlicht, was wirklich mehr als eine Untertreibung war. Diese Zahl ging dann leider durch alle Medien auch wenn die Polizei sie später auf 50.000 (!!) korrigierte. (Die Veranstalter sprachen zu Beginn der Demo von 50.000 und bei der Abschlusskundgebung von 100.000 Teilnehmern)
Das Medienecho war in sofern mal wieder enttäuschend, in den Mainstreammedien in denen die Demo erwähnt wurde (zB: Tagesschau), beschränkten sich die Meldungen auf kurze Beiträge, die auch unter dem Motto “Weiteres” oder unter “ferner liefen” hätte stehen können.
Weiteres
Am Abend waren wir dann noch auf zwei “Lange Nacht der Überwachung“-Veranstaltungen um nach dem ganzen Streß noch etwas zu feiern
Am Sonntag ging es dann wieder mit der deutschen Bahn zurück und schon nach entspannten 7 1/2 Stunden Skatspielen waren wir wieder am Ausgangspunkt der Reise.
ps: leider hatte ich keine eigene Kamera dabei, vermutlich nächste Woche werde ich mir dann aber eine kaufen. Das Foto oben ist von Nikolas Becker und steht unter der cc-by-sa Lizenz.
Richtig gute Schwarzweißbilder gibt es bei besidethestreet von Gustav Pursche und stehen unter der cc-by-nc-nd Lizenz. Ein Beispiel:

Freiheit statt Angst
Geschrieben von: lars

Am 11. Oktober ist es soweit: Der Fredom not Fear Worldwide Aktion Day ist da und es ist eine Großdemo in Berlin geplant. Nach der größten Demo für Datenschutz im letzten Jahr wird es dieses Jahr hoffentlich eine noch größere Neuauflage geben.
Anlass gibt es ja genug, zwar wurde auch dank Markus Beckedahl von netzpolitik.org das Telekom Paket leicht abgeschwächt (Er hat Lobbyarbeit betrieben um die Freiheit der EU-Bürger im Netz zu wahren. Mehr dazu: taz), aber trotzdem gibt es noch einige Kritikpunkte. Und wie ihr dort lesen könnt (ja, man kann auf diese blauen Wörter klicken) werden Teile der Entscheidungen auf die Nationalen Gesetzesgeber abgewälzt, soll heißen: Es ist an der Zeit unsere Regierung und die Öffentlichkeit zur Wahrung unserer Freiheiten aufzurufen. Denn auch wenn es vor kurzen so etwas wie einen Datenschutzgipfel gab, handeln die Politiker (allen voran unsere Justizministerin sowie unser Innenminister) doch völlig gegen jeden Datenschutz. (Ich erwähnte ja bereits wie unsere Grundrechte beschnitten werden (Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz, Terrorparagraph, Telekom-Paket ))
Also werde ich mich am 11.Oktober mit einem Kommilitonen auf nach Berlin machen (Es gibt vergünstigte Zugtickets). Organisiert wird das ganze mal wieder vom AK Vorratsdatenspeicherung der auch eine recht gute Seite zur Demo hat. Dort steht auch noch mal genauer das Warum und Wofür.
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ps: Seht es mir nach, dass ich das hier alles so schnell abfertige, aber wie ihr vielleicht wisst bin ich im Moment in Oslo und hier ist echt super Wetter, weswegen ich nicht dazu komme hier viel zu schreiben. (Auch wenn ich gerne StFeder dafür danken würde, dass er in seinem Blog über lerex.de geschrieben hat, aber alles zu seiner Zeit)