Im Westen nichts Neues
Geschrieben von: lars
Ich habe ja schon erwähnt, dass ich im Moment wenig Zeit habe, da bei mir Lernen für Klausuren ansteht, ab Mitte nächster Woche habe ich es dann geschafft, mehr oder weniger erfolgreich (hoffentlich mehr
).
Trotzdem gibt es hier natürlich ein paar neue Sachen, als wichtigste Neuerung (zumindest für einen Teil der Leserschaft) habe ich meinen RSS-Feed über Feedburner geleitet, was es mir erlaubt den Feed etwas hübscher zu gestalten und vor allem die Leserzahl zu erkennen, die diesen Feed abboniert haben.
Darüberhinaus kann man diesen Blog nun auf Lesercharts.de finden. Lesercharts.de listet deutschsprachige Blogs nach Anzahl ihrer täglichen (RSS-Feed) Leser. Mit diesem Blog bin ich im Moment auf Platz 418 von 470 (ich finde das allerdings recht viel, in Anbetracht der Tatsache, dass ich im Moment so gut wie nicht zum bloggen komme und ja nur die täglichen Leser gezählt werden).
Hab noch zwei lerex-Hintergrundbilder die mit der Zeit irgendwie entstanden sind … das zweite finde ich mittlerweile ziemlich hässlich, aber das erste gefällt mir immer noch ganz gut. Sie stehen natürlich wie alles hier unter der cc-by-nc-sa Lizenz.


Also ich wünsche allen eine inspirierte Woche
und weise noch auf ein paar Bilder hin, die erstens zeigen welche Menschen bei uns in Europa anscheinend “minderwertig” sind und zweitens einen Hinweis auf den Titel geben und stellvertretend für die anderen laufenden Kriege stehen.1 (Hier die Anderen Kriege) Und wo wir gerade bei Verbrechen sind hier noch ein paar.
Gaza/Zensur/UN-Verbrechen/Hessen/Basicthinking/Lobbying
Geschrieben von: lars
Hab im Moment mal wieder wenig Zeit zu bloggen (Klausurphase usw usf), deswegen gibts jetzt einiges in Kurzform:
[UPDATE2]Israel schießt mit Cluster-Phosphorgranaten auf Wohngegenden im Gazastreifen.
Unabhängig davon ob es für Isreal gerechtfertigt ist gegen die Hamas vorzugehen, gegen die Zivilbevölkerung so brutal vorzugehen ist es bestimmt nicht.
Was das anrichtet steht bei Wikipedia:
Neben der Brandwirkung und den schwer heilenden Verletzungen, die ein Hautkontakt schon bei geringen Mengen verursacht, sind weißer Phosphor und seine Dämpfe hochgiftig. Für einen Erwachsenen sind bei direkter Aufnahme schon 50 mg tödlich. Der Tod tritt erst nach 5 bis 10 Tagen ein, die Giftwirkung beruht auf einer Störung der Eiweiß- und Kohlenhydratsynthese. Bei dermaler Aufnahme, d. h. über die Haut, ist die Gefahr geringer.
Eine mit Phosphor in Kontakt gekommene Person wird versuchen, die brennenden Stellen auszuschlagen. Da der Phosphor jedoch mit einer Kautschukgelatine versetzt ist, bleibt die zähflüssige Masse an der bis dahin noch nicht brennenden Hand haften und wird so weiter verteilt. Weißer Phosphor erzeugt in der Regel drittgradige Verbrennungen, zum Teil bis auf den Knochen. Da diese bei einem Angriff meist großflächig sind, sterben Betroffene langsam an ihren Verbrennungen, sofern sie nicht durch Inhalation der giftigen Dämpfe, Verbrennung der Atemwege oder Intoxikation zu Tode gekommen sind.
Lest euch dort auch mal durch warum die Nutzung von Phosphor-Granaten von der UN nicht erlaubt ist.
Bei SpOn gibt es auch ein Bild wie so ein Granateneinschlag aussieht.
(via)
[UPDATE:] bei Tagesschau.de gibt es neue Infos zu dem Thema.
[UPDATE2:] Wiedermal Tagesschau.de … diesmal mit Video und genaueren Infos über die Folgen der Phosphor Granaten, unter dem Titel: “Meine Familie ist buchstäblich geschmolzen”
In Deutschland wird Zensur zur Tagesordnung
Zwar nennen deutsche Medien das geschickterweise nur “sperren” von Internetseiten, aber der Inhalt bleibt der gleiche wie in China oder Nordkorea.
Das ganze wird natürlich als tolle Anti-Kinderpornographie Aktion verkauft. (Als ob die Pädophilen von dieser Sperrung dann geläutert werden). In anderen Ländern wie Finnland hat sich gezeigt, dass auf der Liste der Seiten die gesperrt zensiert werden nur sehr wenige wirkliche Pornografische Seiten befinden, und kaum berichtet jemand darüber steht seine Seite auch auf dem Index.
Wikileaks veröffentlicht interne Untersuchungen der UN zu eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Hunderte Dokumente aus dem Inneren der Vereinten Nationen sind an die Öffentlichkeit gelangt – Berichte über Misswirtschaft, Missbrauch und Missmanagement. Vergewaltiger? Uno-Blauhelme im Kongo.
Es liest sich wie ein Sammelsurium des Schreckens. Hunderte Dokumente aus dem Inneren der Uno legen öffentlich dar, in welchen Fällen die Weltorganisation gegen ihre moralischen Standards, gegen Gesetze, gegen die Menschlichkeit oder schlicht gegen den gesunden Menschenverstand verstossen hat.
Denn seit gestern sind rund sechshundert interne Untersuchungen der Vereinten Nationen im Internet greifbar – offenbar hat sie ein anonymer Whistleblower der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Gepostet wurden die Papiere auf Wikileaks, der anonymen Site zur Publikation versiegelter Dokumente. Und geheim sollten diese Berichte wohl auch bleiben: Rund siebzig der jetzt lesbaren Reports wurden von der Uno als «strictly confidential» eingestuft. Vereinzelt hat man sogar die geografischen Beschreibungen, die Namen der Beteiligten und die Bezeichnungen der involvierten UN-Truppen verfremdet – offenbar zur besseren Tarnung. [...]
Allerdings sind diese Berichte mit Vorsicht zu genießen:
Allerdings: Die Berichte stammen selber von UN-internen Kontrollbehörden – von Abteilungen also, deren Aufgabe es ist, Missbrauch und Missmanagement zu bekämpfen; und teilweise gelangen die Kontrolleure auch zum Schluss, dass die Vorwürfe gegen ihre Organisationen und Vertreter falsch seien. Eine Stellungnahme der UN zur Massenpublikation auf Wikileaks war bislang nicht erhältlich. In einem Fall allerdings bestätigten UN-Beamte gegenüber der Agentur AP die Echtheit des Dokuments – und zwar bei einem Bericht über 217 Vorwürfe von Vergewaltigung und Kindesmissbrauch im Kongo.
(via)
Hessen/TSG
Ja Hessen hat gewählt und die Spd hat 13 Prozentpunkte verloren, wie erwartet. Koch hat allerdings nicht wirklich hinzugewonnen und seine Sympathie sind so niedrig wie noch nie. FDP und Grüne haben klar hinzugewonnen1, und die Linke ist knapp in den Landtag gekommen. Thorsten Schäfer-Gümbel hat alles gegeben, sich profiliert und wird zum neuem Chef der SPD Hessen werden. Mir ist er ja sympathisch, alleine wegen seines Internetwahlkampfes: mit Videoblog, Twitteraccount und meinVZ-/Facebookaccount.
Bloggerthema Nummer eins war ja in den letzten Wochen der Verkauf von basicthinking bei Ebay.
Basicthinking ist laut deutscheBlogcharts.de der (von anderen Bloggern) meist verlinkte deutsche Blog. Der Blogger hat diesen Blog vor kurzen bei Ebay reingestellt und hat seine Seite für 46.902 Euro verkauft bekommen. Spiegel Online dazu:
Mancher ist deshalb der Meinung, der Käufer werde nun den sogenannten Pagerank nutzen und auf der Seite schlicht Produkte verkaufen oder versuchen, mit Werbung möglichst schnell das investierte Geld wieder hereinzuholen – jeder Klick bringt Geld. Andere hoffen, dass irgendjemand dort im Sinne Basics weiterbloggen wird. Viele Kommentatoren äußerten sich im Verlauf der Auktion skeptisch – “Basic Thinking” ohne Basic sei nicht mehr als eine leere Hülle.
Mich hat es ein wenig gewundert, dass Pagerank und Wortmarke so viel Geld wert sein sollen (die Kommentar E-Mail Adressen wurden gelöscht), jetzt wird im Stil des ehemaligen Autors weitergebloggt. Mal sehen wohin das führt.
25C3 Internet-Lobbying Beitrag ist online
Wen es interessiert der kann ihn sich anschauen:
vimeo Direkt25C3InternetCampaigning
netzpolitik.org hat auch noch ein Interview mit Jeremie Zimmermann von La Quadrature du Net.
2
- Es ist mir nach wie vor ein Rätsel wieso eine Partei, die vor der Wirtschaftskrise und teilweise noch während ihr so bedingungslos für die unsichtbare Hand des Marktes gestritten hat, nicht für diesen riesen Irrtum abgestraft wird. Die Menschen müssen doch merken, dass die jahrelang das Falsche gepredigt haben. (Siehe auch “Der Markt selber ist Ok” bei Stefan Niggemeier) [↩]
- Ich hab vermutlich mal wieder einige Fehler eingebaut, wenn euch welche auffallen schreibt es doch bitte in die Kommentare, danke [↩]
Creative Commons
Geschrieben von: lars
Creative Commons ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit seine Werke momentan zu lizenzieren (sonst würde ich es auch nicht benutzten unter dieser Lizenz). Es bietet viele verschiedene Möglichkeiten den Gebrauch einzuschränken ist aber sehr viel offener als das restriktive copyright.
Die Möglichkeiten im Überblick (Wikipedia):
| Icon | Kurzform | Name des Moduls | Erklärung (stark verkürzt) |
|---|---|---|---|
| by | Namensnennung | Der Name des Autors muss genannt werden. | |
| nc | Nicht kommerziell | Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden, womit nach EU-Recht auch der Verkauf zum Selbstkostenpreis verboten wird. | |
| nd | Keine Bearbeitung | Das Werk darf nicht verändert werden. | |
| sa | Weitergabe unter gleichen Bedingungen | Das Werk muss – auch nach Veränderungen – unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden. |
Namensnennung ist immer dabei der Rest ist dann kombinierbar.
zB: dieser Blog steht unter der by-nc-sa Creative Commons Lizenz.
So ist es auch kein Wunder, dass Wikipedia gerne unter einer Creative Commons Lizenz stehen würde es leider aber noch immer nicht geschafft hat, aber wohl kurz davor steht.
Bei NDR kann man mittlerweile Satireshows wie “Team Deutschland” unter einer Creative Commons Lizenz benutzen (via, via)
Und selbst change.gov, die Webseite vom baldigen US-Präsidenten steht unter einer Creative Commons Lizenz. (via, via, via)
ps: Halte die Wahl von Hillary Clinton für eine gute, bin mir aber nicht so sicher was ich vom Rest des Schattenkabinetts halten soll.
Freiheit statt Angst | Rückblick
Geschrieben von: lars

Hier ein kleiner Rückblick auf die Freiheit statt Angst Demonstration in Berlin.
(Mehr zum Thema gibt es fast überall zu lesen)
Anreise
Immerhin mit zwei Bloglesern habe ich mich auf nach Berlin gemacht. Wir haben uns für die günstigste aller Varianten entschieden und haben uns für 35 Euro ein Schönes-Wochenende-Ticket gekauft.
(Das gilt an einem Samstag oder Sonntag für 5 Personen in ganz Deutschland und Polen von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, allerdings nur in der 2. Klasse im Nahverkehr).
Wegen dieses Tickets waren wir auf Regionalbahnen oder -Expresse angewiesen und unsere Fahrt nach Berlin hat dann fast neun Stunden gedauert (von Essen Hbf bis Berlin Hbf) (wir sind in Essen schon um 4 Uhr morgens losgefahren). Während der Zugfahrt haben wir schon viele Leute getroffen deren Ziel das gleiche war wie unseres und wir hatten schon ein gutes Gefühl, dass zusätzlich zu den vielen Bussen anscheinend auch noch einige wie wir mit dem Zug anreisten.
Demo
In Berlin am Alexanderplatz angekommen schien es uns eine Stunde vor offiziellem Begin der Demo erst etwas leer zu sein, gegen 14 Uhr hatten wir allerdings dann auch das Gefühl die Teilnehmerzahl des Vorjahres deutlich übertroffen zu haben.
Die Demo selbst war so bunt wie man sich das nur vorstellen kann, jeder hatte sich etwas kreatives ausgedacht und so wirkte die Demo mit den vielen Wagen ein wenig wie die Loveparade (nur hatte jeder eben noch Transparente dabei und es wurden Sprechchöre geschmettert). Die Stimmung war ausgelassen und das Wetter passenderweise wolkenlos.
Der Demozug ging vom Alexanderplatz über einen recht großen Umweg zum Brandenburger Tor wo dann die Abschlusskundgebung statt fand.
von folgenden Leuten wurden Reden gehalten:(aufklappen) ▼
Besonders gut waren die Reden von Anne Roth (zu ihrem Fall habe ich schon mal auf einen taz Artikel hingewiesen), Kai-Uwe Steffens, Ralf Bendrath, und vor allem die Rede von Monty Cantsin(Er ging super auf die letzten neuen Überwachungsgesetze ein).
Damit man sich ein wenig das Feeling vorstellen kann:
Resumé
Ich würde die Demo selbst als riesen Erfolg bezeichnen. Leider hat die Polizei zuerst die Zahl 15.000 Teilnehmer veröffentlicht, was wirklich mehr als eine Untertreibung war. Diese Zahl ging dann leider durch alle Medien auch wenn die Polizei sie später auf 50.000 (!!) korrigierte. (Die Veranstalter sprachen zu Beginn der Demo von 50.000 und bei der Abschlusskundgebung von 100.000 Teilnehmern)
Das Medienecho war in sofern mal wieder enttäuschend, in den Mainstreammedien in denen die Demo erwähnt wurde (zB: Tagesschau), beschränkten sich die Meldungen auf kurze Beiträge, die auch unter dem Motto “Weiteres” oder unter “ferner liefen” hätte stehen können.
Weiteres
Am Abend waren wir dann noch auf zwei “Lange Nacht der Überwachung“-Veranstaltungen um nach dem ganzen Streß noch etwas zu feiern
Am Sonntag ging es dann wieder mit der deutschen Bahn zurück und schon nach entspannten 7 1/2 Stunden Skatspielen waren wir wieder am Ausgangspunkt der Reise.
ps: leider hatte ich keine eigene Kamera dabei, vermutlich nächste Woche werde ich mir dann aber eine kaufen. Das Foto oben ist von Nikolas Becker und steht unter der cc-by-sa Lizenz.
Richtig gute Schwarzweißbilder gibt es bei besidethestreet von Gustav Pursche und stehen unter der cc-by-nc-nd Lizenz. Ein Beispiel:

kommentierte Links
Geschrieben von: lars
Der erste Link ist ein Artikel bei der Taz über die angeblichen Mitglieder der Militante Gruppe.
Bei diesem Artikel wird deutlich wie leicht Überwachungsmethoden, sind sie einmal eingeführt, missbraucht werden können. Mit einem aussagekräftigen Titel: Sieben Jahre ohne Privatleben
Ein kleiner Auszug: "Das BKA lauschte weiter, offensichtlich parallel zum Verfassungsschutz, wie aus den Akten hervorgeht. Die Beweismittel türmten sich: "F. betritt Objekt mit einem Kindersitz und einem Regenschirm." Ernst-Jochen U. machte sich verdächtig, weil er in seinem Wagen Radio 1 hörte - einen Sender, an den auch ein Bekennerschreiben der militanten gruppe ging.
"Sippenhaftung ist das, schreiben Sie ruhig, dass ich richtig wütend bin", sagt Ernst-Jochen U. heute. Auch gegen seinen Sohn lief ein Verfahren, denn wegen enger sozialer Kontakte zu seinem Vater könnte er ebenfalls Mitglied der mg sein. Außerdem hat er seinen Vater am Telefon nach Sekunden- und Plastikkleber gefragt - womit man auch einen Brandsatz bauen könnte. Dass es dabei um die Reparatur von Zinnfiguren ging, wie Ernst-Jochen U. sagt, steht nicht in den Akten."
Sowas macht mich einfach nur traurig.
(via fefe)
Der Haftbefehl gegen die “Terrorverdächtigen”, die am Köln-Bonner Flughafen wegen eines Liebesbriefes festgenommen wurden, ist endlich aufgehoben worden. Hier ein Artikel zu dem Sachverhalt
Ein Auszug:In dem Brief, der von Ermittlern als letzter Gruß an einen möglichen Selbstmordattentäter verstanden wurde, ist aber auch die Rede davon, dass
die beiden möglicherweise bald Kinder haben würden. Die junge Frau schwärmt vom gemeinsamen Leben auf Erden. Das Pärchen suchte in den vergangenen Wochen eine gemeinsame Wohnung. B. hatte erst jüngst Studiengebühren in Höhe von 1545 Euro gezahlt und beide Männer besaßen Rückflugtickets.
(via lawblog)
Ich könnte Stundenlang so weitermachen, lass ich aber erst mal. Ich fände es super wenn irgendwer mir schreibt ob ihr so etwas sinnvoll findet (also kommentierte Links), also schreibt in die Kommentare oder an lars [bei] lerex [punkt] de.